KI-Design-Prompt-Generator für Logos, UI, Poster und Markenkonzepte
Aus einem groben Briefing werden detaillierte Bild-Prompts für Logos, UI-Screens, Poster und Verpackungen.

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Bitte ein Modell um „ein Logo“, und du bekommst einen Farbverlaufsklecks mit Schwung. Bitte es um „minimalist logo mark for a coffee roastery, single-line geometric bean, flat vector, black on white, generous negative space“, und du bekommst zwanzig Startpunkte, über die sich eine Designerin streiten kann. Gleiches Modell; der Unterschied liegt in der Spezifikation.
Auf dieser Seite läuft unser Bild-Prompt-Builder, voreingestellt für Designarbeit: Logos, UI-Screens, Poster, Verpackungen, Illustration. Beschreib den Auftrag in normalen Worten, und du bekommst einen Prompt mit Motiv, Konstruktion, Stil, Palette und Format in der richtigen Reihenfolge. Kostenlos, ohne Konto, komplett im Browser.
Warum Design-Prompts anders funktionieren als Chat-Prompts
Textmodelle lesen Anweisungen. Bildmodelle lesen eine gewichtete Beschreibung – kein „bitte“, dem sie gehorchen, kein Denkschritt, Wörter verhalten sich eher wie Regler. Schieb „vector“ nach vorn, und der Render wird flacher. Wirf irgendwo „studio photograph“ hinein, und dein flacher Look ist weg.
Ein Design-Prompt wird deshalb in Blöcken montiert, ungefähr in dieser Reihenfolge:
- Motiv – eine Marke, ein Screen, ein Poster, eine Schachtel.
- Konstruktion – Strichstärke, Geometrie, flach oder plastisch, wie viele Farben.
- Stilrichtung – Genre, Epoche, Medium, Stilbewegung.
- Bildaufbau – zentriert, freigestellt, Raster, diagonal, wo die Leerfläche liegt.
- Palette – zwei oder drei benannte Farben schlagen „bunt“.
- Format – Seitenverhältnis, Hintergrund, was ausgeschlossen werden soll.
Lass einen Block weg, und das Modell füllt ihn mit dem Durchschnitt seiner Trainingsdaten. Daher die endlosen lila Farbverläufe.
Logos und Bildmarken
Logos sind das Schwierigste zu prompten und das Leichteste zu überprompten. Eine gute Marke besteht aus wenigen Entscheidungen; Modelle wollen Schatten, Glitzer, Ornamente und eine zweite Farbe ergänzen, um die niemand gebeten hat. Halte dagegen mit monoline, flat, two colours maximum, uniform stroke weight, generous negative space, isolated on white.
Zwei Entscheidungen, bevor du tippst:
- Flach oder plastisch. Flat Vector funktioniert bei 16 px und druckt einfarbig. Glänzende 3D-Marken sehen im Render toll aus und brechen auf der Visitenkarte zusammen.
- Wörtlich oder abstrakt. „Bean“ liefert eine Bohne. „Geometric mark where a bean and a sunrise share one curve“ liefert eine Idee.
Jetzt der ehrliche Teil: KI kann noch immer nicht zuverlässig schreiben, und in Logos ist es am schlimmsten. Diffusionsmodelle malen Buchstabenformen als Formen, die wie Text aussehen, statt echte Glyphen zu setzen – heraus kommt plausibler Unsinn: ROASTREY, doppelte Buchstaben, Serifen aus keinem bekannten Alphabet.
Die Lösung liegt im Workflow, nicht in der Formulierung. Erzeug das Symbol allein und setz die Wortmarke danach in einer echten Schrift. Nimm Textbegriffe in deinen Negativ-Prompt auf – text, letters, words, watermark, signature –, damit das Modell aufhört, Fake-Typografie in die Marke zu kritzeln.
Stilrichtung, ohne lebende Künstler zu nennen
„Im Stil von [berühmter lebender Illustrator]“ ist faul, rechtlich heikel und wird ohnehin zunehmend gefiltert. Es funktioniert außerdem schlechter, als zu beschreiben, was dir an dieser Arbeit gefällt.
Beschreib die Zutaten:
- Epoche und Bewegung – Bauhaus-Geometrie, Schweizer Typografie, Airline-Branding der 1970er.
- Medium – zweifarbiger Risodruck, Siebdruck mit sichtbarem Passerversatz, Tusche und Gouache, geschnittenes Papier.
- Palette – „muted terracotta, cream and deep teal“ schlägt „warme Farben“. Nenne drei und hör auf.
- Stimmung – ruhig, klinisch, verspielt, streng. Ein Wort, nicht vier.
- Textur – Rasterpunkte, Papierkorn, sauber digital, Filmrauschen.
Stilbewegungen und längst verstorbene Künstler sind erlaubt und ohnehin präziser. Dieses Vokabular ist außerdem übertragbar: Dieselbe Beschreibung hält in Midjourney, DALL-E oder einem lokalen Checkpoint.
UI-Screens, App-Mockups und Marketingaufnahmen
Interface-Arbeit versteckt zwei Aufträge in einer Anfrage: das Layoutkonzept und das glänzende Gerätemockup. Sag, welchen du willst.
Behandle das Ergebnis als Wireframe mit Geschmack. Beschriftungen werden Kauderwelsch, Abstände sitzen nicht auf einem 8-pt-Raster, Komponenten passen nicht zu deinem Designsystem. Was du bekommst, sind Komposition, Hierarchie und Stimmung – nützlich im ersten Kundengespräch, unbrauchbar als Übergabe.
Marketing-Renderings sind das Gegenteil. „App on a phone held in one hand, soft window light, shallow depth of field, neutral desk background“ kommt nah an etwas Verwendbares, denn hier promptest du eine Fotografie, kein Produkt.
Poster, Social Graphics und Verpackung
Layoutlastige Formate brauchen Kompositionsbegriffe und reservierte Flächen. Fordere leere Bereiche ausdrücklich an – „large clear area in the lower third for a headline“ –, damit du später echte Typografie setzen kannst.
Bei Verpackung nennst du Material und Aufnahme: Kraftpapierbeutel, matter Karton, Braunglasflasche, dazu „product photography, soft studio light, plain background“. Das Modell hat keine Ahnung, was eine Stanzkontur ist, die Konstruktion bleibt also dein Problem. Bei Social Graphics geht es um Seitenverhältnis und sichere Ränder – breit generieren, danach beschneiden.
Illustrationsstile, die konsistent bleiben
Einzelne Illustrationen sind leicht. Ein Set, das wie ein Set aussieht, ist die eigentliche Arbeit. Schreib den Stil-String einmal und verwende ihn Wort für Wort wieder – gleiches Medium, gleiche Palette, gleiche Strichstärke, gleicher Hintergrund – und ändere nur den Teil mit dem Motiv.
Wenn dein Tool Seeds oder Stilreferenzen unterstützt, frier sie ein. Stable-Diffusion-Nutzer können weitergehen und ein LoRA auf einem freigegebenen Set trainieren. Alle anderen: Halte den exakten String in einer Textdatei fest, denn Umformulieren lässt den Look driften.
Seitenverhältnis, Hintergrund und einsatzfertige Assets
Zwei Einstellungen entscheiden, ob ein Bild als Asset taugt:
- Seitenverhältnis. 1:1 für Marken und Avatare, 9:16 für Handy-Screens, 2:3 für Poster, 16:9 für Folien und Banner. Midjourney nimmt --ar; die meisten anderen Tools haben ein Feld.
- Hintergrund. Sag „isolated on plain white background“ oder „flat solid background, no scene“. Manche Tools exportieren inzwischen echte Transparenz; wo nicht, lässt sich ein einfarbiger Hintergrund in Sekunden freistellen.
Kombinier das mit einer Ausschlussliste für alles, was sich immer wieder einschleicht – drop shadow, gradient, 3D render, text, watermark. Unser Negativ-Prompt-Tool baut diese Listen, der Bild-Prompt-Generator übernimmt die positive Seite.
Auch die Modellwahl zählt. Midjourney ist am stärksten bei Stimmung und Komposition, DALL-E folgt wörtlichen Anweisungen am besten, Stable Diffusion gibt dir LoRAs und günstige lokale Batches. Die Syntax unterscheidet sich, nutz also den Midjourney-Prompt-Generator, den DALL-E-Prompt-Generator oder den Stable-Diffusion-Prompt-Generator, je nachdem, wo du arbeitest. Midjourney und Stability AI dokumentieren ihre Parameter selbst.
Vom Konzept zum echten Artwork
Was aus einem Modell kommt, ist ein Konzept, kein Markenasset. Es ist Raster, die Geometrie ist ungefähr, die Kurven sind keine echten Kurven, nichts skaliert. Behandle es wie eine Ideenskizze.
Eine Übergabe, die funktioniert:
- Erzeug 20 bis 40 Varianten und wirf alles weg, was nur fast gut ist. Behalte drei Ideen, nicht drei Renderings.
- Importiere sie in Illustrator oder Figma. Auto-Trace höchstens für eine grobe Kontur – ein Trace geht nie in Produktion.
- Zeichne auf einem Raster neu, mit echten Kurven, gleichmäßigen Strichstärken und optischen Korrekturen.
- Setz die Schrift in einer lizenzierten Schriftart. Baue die Lockups und die einfarbige Version.
- Teste bei 16 px und in reinem Schwarz. Übersteht sie das, hast du eine Marke.
Rechte sind der zweite Grund fürs Neuzeichnen. Anbieter räumen unter ihren Bedingungen weitreichende kommerzielle Nutzung ein, aber in mehreren Rechtsordnungen – auch in den USA – genießt ein rein KI-generiertes Bild womöglich gar keinen Urheberrechtsschutz. Dann hast du unter Umständen keine Handhabe, wenn ein Wettbewerber es kopiert. Eine menschliche Neuzeichnung steht auf festerem Boden. Das ist keine Rechtsberatung; frag jemanden mit Zulassung, bevor eine Marke in eine Anmeldung geht.
Die Theorie dahinter steht in unserem Guide zu Bild-Prompts – Gewichtung, Seeds, Iteration – und wie du KI-Prompts schreibst behandelt die Struktur unter jedem Prompt.
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